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RĂŒckruf

AGB / GeschÀftsordnung

GeschÀftsordnung

Berechtigung

1. APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH, Wien, FN 436229 p, gewĂ€hrt Darlehen in barem Geld gegen VerpfĂ€ndung von beweglichen SachgĂŒtern nach den Bestimmungen der Gewerbeordnung in der jeweils geltenden Fassung und der vorliegenden GeschĂ€ftsordnung.

 

Wahrung des GeschÀftsgeheimnisses, Ausweisleistung

2. (1) APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH hat die Interessen des Pfandgebers zu wahren. Die Mitarbeiter sind hinsichtlich der Person des Pfandgebers und der von ihm bekannt gegebenen Daten zur strengsten Verschwiegenheit verpflichtet. Dies gilt dann nicht, wenn APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH aufgrund von Rechtsvorschriften zur Auskunftsleistung verpflichtet ist.

(2) Der Pfandgeber ist zur Ausweisleistung zu verhalten, wenn er GegenstĂ€nde zur VerpfĂ€ndung anbietet, bei denen begrĂŒndete Bedenken hinsichtlich der RechtmĂ€ĂŸigkeit des Besitzes oder der VerfĂŒgungsberechtigung bestehen. Bei Verdacht einer strafbaren Handlung ist die Sicherheitsbehörde auf dem schnellsten Wege zu verstĂ€ndigen.

VerpfĂ€ndung durch MinderjĂ€hrige/Öffnungszeiten

3. (1) Von Personen unter 18 Jahren dĂŒrfen PfĂ€nder auch dann nicht angenommen werden, wenn sie nur als Boten handeln.

(2) Die fĂŒr die Belehnung geltenden Öffnungszeiten sind in den GeschĂ€ftsrĂ€umen durch Aushang zu veröffentlichen.

Herausgabe gutglĂ€ubig ĂŒbernommener PfĂ€nder

4. (1) Falls GegenstĂ€nde ohne Wissen und Willen des EigentĂŒmers verpfĂ€ndet und von APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH gutglĂ€ubig ĂŒbernommen wurden, ist APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen verpflichtet, solche PfĂ€nder herauszugeben.

(2) Bei der Herausgabe widerrechtlich verpfĂ€ndeter GegenstĂ€nde kann APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH in berĂŒcksichtigungswĂŒrdigen FĂ€llen die EntschĂ€digung teilweise oder zur GĂ€nze erlassen.

Annahme und Ablehnung von PfÀndern

5. (1) Als PfĂ€nder können bewegliche Sachen aller Art, mit Ausnahme der in § 6 angefĂŒhrten GegenstĂ€nde angenommen werden.

(2) APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH kann im Übrigen jeden Belehnungsantrag ohne Angabe von GrĂŒnden ablehnen.

Von der Belehnung ausgeschlossene GegenstÀnde

6. Von der Belehnung sind ausgeschlossen:

  1. a) GegenstÀnde, deren Belehnung aufgrund von Rechtsvorschriften unzulÀssig ist.

Hierzu gehören insbesondere:

  1. MilitÀrwaffen und verbotene Waffen,
  2. Pfandscheine
  3. Kreuzpartikel und Reliquien, nicht aber deren BehÀlter
  4. rĂŒckstellungspflichtige Orden und sonstige Auszeichnungen, sofern nicht der Eigentumsnachweis erbracht wird;
  5. b) GegenstÀnde, die nach den UmstÀnden des Falles den Verdacht erwecken, dass sie entwendet, veruntreut oder geschmuggelt sind sowie sÀmtliche durch behördliche Mitteilungen als entfremdet bekannt gegebenen GegenstÀnde;
  6. c) GegenstĂ€nde, die gegen Eigentumsvorbehalt verkauft oder verliehen wurden und gemĂ€ĂŸ einer mit APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH getroffenen Vereinbarung gekennzeichnet sind, sofern nicht das EinverstĂ€ndnis des EigentĂŒmers nachgewiesen wird;
  7. d) GegenstĂ€nde, gegen deren Übernahme aus sanitĂ€ren oder sonstigen GrĂŒnden Bedenken bestehen, wie z.B. explosive, Ă€tzende, leicht entflammbare, ansteckungsgefĂ€hrliche oder radioaktive Stoffe, Gase, Gifte und dergleichen.

Bemessung des Darlehens

7. (1) Der Wert des Pfandgegenstandes wird von APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH durch SachverstĂ€ndige bestimmt. Wegen der Möglichkeit des Verfalles mit anschließender Verwertung des Pfandes unter Einbeziehung aller GebĂŒhren und Kosten gemĂ€ĂŸ GebĂŒhrentarif wird als Darlehen grundsĂ€tzlich die HĂ€lfte des SchĂ€tzwertes des Pfandgegenstandes oder, wenn ein Markt- oder Börsenpreis vorhanden ist, die HĂ€lfte des Markt- oder Börsenpreises gegeben. Im Einzelfall kann zwischen der APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH und dem Pfandgeber auch ein höherer Darlehensbetrag vereinbart werden.

(2) Dem Pfandgeber steht es frei, ein geringeres als das dem Pfandwert entsprechende Darlehen in Anspruch zu nehmen.

(3) Die Dauer des Darlehens ist im Vorfeld frei verhandelbar, spÀtestens mit Entgegennahme des Darlehens aber bindend.

Belehnung im Korrespondenzwege

8. Belehnungen können auch im Korrespondenzwege bei Einsendung des Pfandgegenstandes durchgefĂŒhrt werden. Es wird auf das Risiko der BeschĂ€digung und/oder des Unterganges im Zuge der Übersendung hingewiesen. DiesbezĂŒglich gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

Pfandleihbuch

9. (1) Jede Belehnung ist im Pfandleihbuch zu verzeichnen

(2) Das Pfandleihbuch muss fĂŒr jeden GeschĂ€ftsfall folgende Angaben enthalten:

  • Das Datum der Belehnung;
  • die laufende Pfandnummer;
  • im Falle von Umsetzungen die vorhergehende Pfandnummer;
  • die Beschreibung des Pfandes;
  • die Höhe des Darlehens;
  • die Höhe etwaiger MehrbetrĂ€ge oder DarlehensrĂŒckzahlungen;
  • den Versicherungswert;
  • das Verfallsdatum;
  • das Datum der Auslösung, Umsetzung oder Einlieferung zur Verwertung;
  • der Name und die Adresse des VerpfĂ€nders und des Pfandnehmers;
  • der Wert des PfandstĂŒckes;
  • der FĂ€lligkeitstermin des Darlehens;
  • die Amortisation (Abschreibung oder Tilgung) des Pfandscheines;
  • der Verlust des Pfandscheines und Ausfertigung eines Vormerkscheines;
  • die bei Auslösung und/oder Umsetzung des PfandstĂŒckes eingehobenen BetrĂ€ge und zwar nach Kapital, Zinsen und NebengebĂŒhren, die Unterschrift des mit der Übernahme betrauten Organs;
  • die Höhe des Zinssatzes;
  • den Hinweis auf die GebĂŒhren und Kosten gemĂ€ĂŸ GebĂŒhrentarif;
  • die Zuordnung und Autorisierung durch den SchĂ€tzmeister und/oder das mit der Übernahme des Pfandes und der Ausfertigung des Pfandscheines betraute Organ;
  • den Hinweis auf den Gerichtsstand.

(3) Das Pfandleihbuch kann auch in elektronischer Form (mit genauer Angabe ĂŒber Ort, HĂ€ufigkeit und Ausfallssicherheit) oder in Form loser BlĂ€tter, die durchgehend nummeriert und nachtrĂ€glich gebunden werden, oder in Karteiform gefĂŒhrt werden. Die Hard- und Software, die zum FĂŒhren automationsunterstĂŒtzter PfandleihbĂŒcher verwendet wird, muss gewĂ€hrleisten, dass jederzeit Ausdrucke von den gespeicherten Daten hergestellt werden können.

(4) Werden die PfandleihbĂŒcher elektronisch gefĂŒhrt, so werden diese Daten tĂ€glich gesichert sowie auf einem elektronischen Medium tĂ€glich gespeichert und sicher verwahrt.

(5) Eintragungen im Pfandleihbuch mĂŒssen leserlich und dauerhaft erfolgen. Das Pfandleihbuch ist gesichert zu verwahren.

(6) FĂŒr Juwelen, Gold- und Silberwaren, sowie Wertpapiere wird ein eigenes Pfandleihbuch gefĂŒhrt.

(7) Die PfandleihbĂŒcher sind mindestens sieben Jahre ab dem Schluss jenes Kalenderjahres der letzten Eintragung aufzubewahren. Im Falle der Beendigung der Gewerbeberechtigung sind die PfandleihbĂŒcher an die Bezirksverwaltungsbehörde abzuliefern.

Pfandschein

10. Dem Pfandgeber ist fĂŒr jede Belehnung ein Pfandschein auszustellen. Die Daten des Pfandscheines mĂŒssen mit der Eintragung in dem Pfandleihbuch ĂŒbereinstimmen. Der Pfandschein hat jedenfalls zu enthalten:

  1. Firma und Adresse des Pfandleihers;
  2. die laufende Pfandnummer; sowie im Falle einer Umsetzung auch die vorhergehende Pfandnummer;
  3. den Belehnungs- und Verfallstag (Laufzeit);
  4. die Beschreibung des Pfandes;
  5. bei Gold- und Silberwaren auch das Gewicht und den Feingehalt nach Maßgabe des darauf befindlichen amtlichen Probezeichens;
  6. den Darlehensbetrag;
  7. den Versicherungswert;
  8. den Hinweis auf diese GeschĂ€ftsordnung, insbesondere auch auf die Bestimmungen ĂŒber die Verwertung verfallener PfĂ€nder und auf die Bestimmungen fĂŒr die Ermittlung der Höhe der GebĂŒhren und Kosten gemĂ€ĂŸ GebĂŒhrentarif; weiters, dass durch die Annahme und Übernahme des Pfandscheines durch den Pfandgeber die GeschĂ€ftsordnung als vereinbart gilt;
  9. den Hinweis auf das Verbot des gewerbsmĂ€ĂŸigen Ankaufes und der gewerbsmĂ€ĂŸigen Belehnung von Pfandscheinen;
  10. den Wert des Pfandes;
  11. den Namen und Wohnort des Pfandgebers (VerpfÀnders);
  12. den Hinweis auf den Gerichtsstand;
  13. den Hinweis auf den anfallenden Zinssatz (pro Halbmonat, Monat und Jahr) sowie sĂ€mtlicher GebĂŒhren und Kosten im konkreten Fall;
  14. ein Hinweis auf § 155 der Gewerbeordnung 1994;
  15. den Hinweis auf den Aushang der GeschÀftsordnung im GeschÀftslokal an einer augenfÀlligen und stets frei und leicht zugÀngigen Stelle sowie auf die AushÀndigung einer Kopie dieser GeschÀftsordnung.

11. Durch die Annahme und Übernahme des Pfandscheines erklĂ€rt sich der Pfandgeber mit sĂ€mtlichen Bestimmungen dieser GeschĂ€ftsordnung, welche dem Pfandgeber in Kopie ausgehĂ€ndigt wird, ausdrĂŒcklich einverstanden. Damit ist der Pfanddarlehensvertrag abgeschlossen.

12. Die AusĂŒbung aller Rechte aus dem Pfanddarlehensvertrag, wie Auslösung, Umsetzung (Prolongation), Behebung eines eventuellen VerwertungsĂŒberschusses, ist an die Vorlage des Pfandscheines oder des Vormerkscheines (§ 30) gebunden. Der Überbringer eines Pfandscheines oder Vormerkscheines wird als ĂŒber das Pfand verfĂŒgungsberechtigt angesehen, doch kann APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH den Nachweis seiner VerfĂŒgungsberechtigung verlangen.

Auslösung

13. Die Auslösung eines Pfandes erfolgt gegen Bezahlung des Pfanddarlehens samt Zinsen und der jeweils gemĂ€ĂŸ GebĂŒhrentarif festgesetzten GebĂŒhren und Kosten.

GebĂŒhrentarif

14. Die Art und Höhe der GebĂŒhren und Kosten sowie die Bestimmungen ĂŒber ihre Einhebung werden in einem GebĂŒhrentarif festgesetzt und durch Anschlag in den GeschĂ€ftsrĂ€umen der APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH kundgemacht. Der GebĂŒhrentarif bildet einen Bestandteil dieser GeschĂ€ftsordnung. Falls mit Genehmigung der Gewerbebehörde eine Änderung des GebĂŒhrentarifes eintritt, so finden die geĂ€nderten GebĂŒhrensĂ€tze nur auf jene GeschĂ€ftsfĂ€lle Anwendung, die nach Inkrafttreten der Änderung abgeschlossen wurden.

Übernahme ausgelöster PfĂ€nder

15. (1) Ausgelöste PfĂ€nder sind sofort zu ĂŒbernehmen und wegzuschaffen; andernfalls erfolgt ihre Lagerung auf Kosten (s. GebĂŒhrentarif) und Gefahr des Pfandgebers.

(2) Ausgelöste PfĂ€nder, die nicht innerhalb eines Jahres ĂŒbernommen und weggeschafft werden, können fĂŒr Rechnung des Pfandgebers verwertet werden.

16. Ausgelöste PfĂ€nder sind sofort bei Übernahme auf VollstĂ€ndigkeit und MĂ€ngelfreiheit zu ĂŒberprĂŒfen.

Auslösung im Korrespondenzwege

17. PfĂ€nder können auch gegen Einsendung des Pfandscheines, des Darlehensbetrages samt Zinsen und allen GebĂŒhren und Kosten gemĂ€ĂŸ GebĂŒhrentarif im Korrespondenzwege ausgelöst werden. Es wird auf das Risiko der BeschĂ€digung und/oder des Unterganges im Zuge der Übersendung hingewiesen. DiesbezĂŒglich gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

Umsetzung (Prolongation)

18. (1) Die Laufzeit eines Pfandes kann auf Verlangen des Pfandgebers gegen RĂŒcknahme des alten und Ausstellung eines neuen Pfandscheines sowie gegen Entrichtung der hierfĂŒr gemĂ€ĂŸ GebĂŒhrentarif vorgesehenen GebĂŒhren verlĂ€ngert werden (Umsetzung, Prolongation).

(2) Die Umsetzung kann von APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH ohne Angabe von GrĂŒnden abgelehnt oder von einer Abzahlung eines Teiles der Darlehen abhĂ€ngig gemacht werden. Die Ablehnung der Umsetzung ist wĂ€hrend eines gerichtlichen KraftloserklĂ€rungsverfahrens oder eines Vormerkverfahrens unzulĂ€ssig.

19. (1) Der Pfandgeber kann bei der Umsetzung Abzahlungen vom Darlehen leisten.

(2) Bei der Umsetzung kann von APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH auf Verlangen des Pfandgebers ein ĂŒber das ursprĂŒngliche Darlehen hinausgehender Mehrbetrag gewĂ€hrt werden. Bei Teilbarkeit des Pfandes können Teile gegen Bezahlung des dem jeweiligen Teil entsprechenden Anteiles des Darlehens und der GebĂŒhren ausgelöst werden.

Umsetzung im Korrespondenzwege

20. PfĂ€nder können gegen Einsendung der Pfandscheine und der entsprechenden GebĂŒhren gemĂ€ĂŸ GebĂŒhrentarif auch im Korrespondenzwege umgesetzt werden. Es wird auf das Risiko der BeschĂ€digung und/oder des Unterganges im Zuge der Übersendung hingewiesen. DiesbezĂŒglich gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

Verfall und Verwertung der PfÀnder

21. (1) PfĂ€nder, die bis zu dem auf dem Pfandschein vermerkten Verfallstag nicht ausgelöst oder umgesetzt werden, sind verfallen und werden nach Ablauf einer Objekt bezogen angemessenen Nachfrist, mindestens jedoch von sechs Wochen der Verwertung zugefĂŒhrt.

(2) Diese Verwertung erfolgt – ausgenommen bei PfĂ€ndern mit Börsen- oder Marktpreis (s. § 21 Abs 3 dieser GeschĂ€ftsordnung) – zunĂ€chst durch öffentliche Versteigerung durch einen dazu befugten Unternehmer. Bleibt ein Pfand bei der Versteigerung ohne Anbot, so kann es auch freihĂ€ndig zumindest zu einem gemĂ€ĂŸ § 23 dieser GeschĂ€ftsordnung ermittelten Verkaufspreis verkauft werden. Sofern einem Dritten am Pfand ein Recht zusteht, dessen Recht durch den Freihandverkauf erlischt, bedarf der Freihandverkauf der Zustimmung des Dritten (s. § 466c Abs 5 ABGB).

(3) Abweichend von § 21 Abs 2 dieser GeschÀftsordnung werden PfÀnder mit Börsen- oder Marktpreis freihÀndig zum laufenden Preis verwertet.

(4) Der Verbleib der zur Verwertung eingelieferten PfĂ€nder sowie das Verwertungsergebnis mĂŒssen aus den PfandleihbĂŒchern jederzeit nachweisbar sein.

22. Die Nummerngruppen der Pfandscheine der zur Verwertung gelangenden verfallenen PfÀnder werden allmonatlich durch Anschlag an einer augenfÀlligen und stets frei und leicht zugÀngigen Stelle in den GeschÀftsrÀumen der APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH sowie im Amtsblatt zur Wiener Zeitung kundgemacht. Der Anschlag in den GeschÀftsrÀumen sowie die Kundmachung im Amtsblatt zur Wiener Zeitung erfolgen am 1. Werktag eines Monats. Die Bekanntmachung durch Anschlag in den GeschÀftsrÀumen erfolgt durchgehend bis zur Verwertung. Die Verwertung erfolgt zumindest 6 Wochen nach Anschlag in den GeschÀftsrÀumen und Kundmachung im Amtsblatt zur Wiener Zeitung. Der Pfandgeber und Dritte, denen Rechte am Pfand zustehen, sind hiervon unter Angabe von Zeit und Ort der Verwertung zu benachrichtigen.

23. Die verfallenen PfĂ€nder – ausgenommen PfĂ€nder mit Börsen- oder Marktpreis – werden vor ihrer Verwertung durch einen fachkundigen SachverstĂ€ndigen einer Bewertung unterzogen; hierbei wird der VerĂ€ußerungswert, den diese verfallenen PfĂ€nder in diesem Zeitpunkt besitzen, nach objektiven Kriterien bestimmt. Dieser VerĂ€ußerungswert stellt bei PfĂ€ndern, die öffentlich zu versteigern sind, den Ausrufpreis und bei PfĂ€ndern, die freihĂ€ndig verwertet werden sollen, den Verkaufspreis dar. PfĂ€nder, die aus mehreren Teilen bestehen, können geteilt verwertet werden.

Auslösung und Umsetzung verfallener PfÀnder

24. (1) Verfallene PfĂ€nder können spĂ€testens am letzten GeschĂ€ftstag vor der Verwertung wĂ€hrend der hierfĂŒr festgesetzten Öffnungszeiten ausgelöst oder umgesetzt werden.

(2) Am Tage der Verwertung kann eine Auslösung oder Umsetzung nur mehr in berĂŒcksichtigungswĂŒrdigen FĂ€llen durch die Leitung der verwertenden GeschĂ€ftsstelle bewilligt werden.

Verwertungstermine, ZurĂŒcklegung von PfĂ€ndern

25. Der Pfandgeber hat keinen Anspruch darauf, dass sein verfallenes Pfand an einem bestimmten Ort oder Tag zur Verwertung gelangt. Auf seinen Antrag kann jedoch in AusnahmefÀllen die Verwertung so lange ausgesetzt werden, als APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH zustimmt.

Verwertung verfallener PfÀnder

26. (1) Die Versteigerung verfallener PfÀnder erfolgt nach dieser GeschÀftsordnung (§ 21).

(2) Die Verwertung von GegenstĂ€nden, die einen Börse- oder Marktpreis haben, erfolgt gemĂ€ĂŸ § 21 Abs. 3 dieser GeschĂ€ftsordnung.

(3) FĂŒr die DurchfĂŒhrung der Versteigerung und/oder der sonstigen Verwertung werden die fĂŒr den Pfandgeber gemĂ€ĂŸ GebĂŒhrentarif und die fĂŒr den Ersteher und KĂ€ufer gesondert festgesetzten GebĂŒhren verrechnet.

PfĂ€nderĂŒberschĂŒsse

27. Der Pfandgeber hat im Falle der Verwertung eines verfallenen Pfandes Anspruch auf den nach Abzug des Pfanddarlehens samt Zinsen sowie allen GebĂŒhren und Kosten gemĂ€ĂŸ GebĂŒhrentarif verbleibenden Überschuss.

28. PfĂ€nderĂŒberschĂŒsse sind vom Pfandgeber nach dem Verkauf des verfallenen Pfandes innerhalb der gesetzlichen VerjĂ€hrungsfristen zu beheben.

Schadenersatz, Versicherung

29. (1) APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH haftet dem Pfandgeber nach Maßgabe des ABGB und der nachfolgenden abweichenden Bestimmungen fĂŒr den Verlust oder die BeschĂ€digung des Pfandgegenstandes. Ist der Pfandgeber ein Unternehmer, wird die Haftung der APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH – ausgenommen fĂŒr PersonenschĂ€den – auf krass grobe FahrlĂ€ssigkeit und Vorsatz beschrĂ€nkt. Ist der Pfandgeber ein Verbraucher im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes, wird die Haftung – ausgenommen fĂŒr PersonenschĂ€den – nur fĂŒr leichte FahrlĂ€ssigkeit ausgeschlossen.

(2) Die Haftung beginnt mit der Übernahme und endet mit der Auslösung des Pfandes, bei Versteigerung eines verfallenen Pfandes mit dem Zuschlag an den KĂ€ufer, bei sonstiger Verwertung mit der VerĂ€ußerung.

(3) APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH versichert die PfĂ€nder gegen Feuer, Einbruchsdiebstahl, Diebstahl und gegen TransportschĂ€den. Der Versicherungswert betrĂ€gt das Doppelte des Darlehensbetrages, sofern nicht von Fall zu Fall eine abweichende Vereinbarung zwischen dem Pfandgeber und APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH getroffen wird. Wenn aufgrund dieser Versicherungen der APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH Schadenersatzleistungen zufließen, werden diese zur anteilsmĂ€ĂŸigen EntschĂ€digung der betroffenen Pfandgeber verwendet, auch wenn APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH aufgrund der Bestimmungen dieser GeschĂ€ftsordnung fĂŒr derartige SchĂ€den nicht haften sollte.

Verlust eines Pfandscheines, Vormerkverfahren

30. (1) GerĂ€t ein Pfandschein in Verlust, so hat der Pfandgeber der APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH und auf deren Verlangen auch der Sicherheitsbehörde sogleich mĂŒndlich oder schriftlich den Verlust anzuzeigen. Der VerlusttrĂ€ger muss die Daten des verlorenen Pfandscheines angeben und das Pfand genau beschreiben. Stimmt die Beschreibung mit dem belehnten Pfand und stimmen die angegebenen Daten des Pfandscheines mit den Aufzeichnungen der APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH ĂŒberein, so wird nach Beibringung der BestĂ€tigung ĂŒber die behördliche Verlustanzeige der Verlust des Pfandscheines vorgemerkt und ein Vormerkschein ausgefertigt. Aufgrund dieses Vormerkscheines kann das Pfand umgesetzt werden.

(2) Kommt der Originalpfandschein binnen Jahresfrist vom Tage der Verlustanzeige nicht zum Vorschein, so wird das Pfand gegen RĂŒckstellung des Vormerkscheines und Bezahlung des Darlehens samt Zinsen und allen GebĂŒhren und Kosten gemĂ€ĂŸ GebĂŒhrentarif ausgefolgt, wenn es nicht etwa infolge unterlassener Umsetzung verfallen ist und das Pfand verĂ€ußert wurde. Ist das Pfand bereits verfallen und verĂ€ußert worden, so wird der allenfalls erzielte Überschuss ausgefolgt.

(3) Kommt der Originalpfandschein vor Ablauf eines Jahres vom Tage der Verlustanzeige an zum Vorschein, so gilt durch die RĂŒckgabe des Vormerkscheines unter gleichzeitiger Beibringung des Originalpfandscheines die erstattete Verlustanzeige widerrufen und wird das Pfand gegen RĂŒckstellung des Originalpfandscheins und Bezahlung des Darlehens samt Zinsen und allen GebĂŒhren und Kosten gemĂ€ĂŸ GebĂŒhrentarif ausgefolgt, wenn es nicht etwa infolge unterlassener Umsetzung verfallen ist und das Pfand verĂ€ußert wurde. Ist das Pfand bereits verfallen und verĂ€ußert worden, so wird der allenfalls erzielte Überschuss ausgefolgt.

31. Der Besitzer des Vormerkscheines kann nach Ablauf von 14 Tagen vom Verfallstag die vorzeitige Auslösung des Pfandes gegen RĂŒckstellung des Vormerkscheines verlangen, wenn er außer dem Auslösungsbetrag eine Barkaution in der Höhe des SchĂ€tzwertes zur Sicherstellung allfĂ€lliger AnsprĂŒche des Inhabers des Pfandscheines erlegt. Diese Sicherstellung wird mit ZinsenvergĂŒtung wieder ausgefolgt, wenn binnen Jahresfrist, vom Ausstellungstage des Vormerkscheines an gerechnet, der Originalpfandschein nicht zum Vorschein kommt. Der Originalpfandschein wird binnen eines Jahres nach Verfallsdatum fĂŒr kraftlos erklĂ€rt.

Verbot der WeiterverpfÀndung

32. APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH ist nicht berechtigt, die ihr verpfÀndeten GegenstÀnde weiter zu verpfÀnden.

 

Umsetzen des Pfandes bei KraftloserklÀrung

33. Wenn ein VerpfĂ€nder, bei dem die Voraussetzungen fĂŒr die Ausfertigung eines Vormerkscheines nicht gegeben waren, um die KraftloserklĂ€rung des in Verlust geratenen Pfandscheines im gesetzlichen Wege nachweislich angesucht hat, so ist der Pfandleiher bei rechtzeitigem Ersuchen des VerpfĂ€nders verpflichtet, das Pfand gem. § 18 umzusetzen.

Amortisation des Pfandscheines

34. Wenn ein bereits ausgefolgter Vormerkschein in Verlust gerĂ€t, so kann die Amortisation des in Verlust geratenen Pfand- und Vormerkscheines nur im gesetzlichen Weg erwirkt werden. Der Amortisationswerber hat, sobald die Pfandleihanstalt von der Einleitung des Amortisationsverfahrens gerichtlich verstĂ€ndigt ist, durch Umsetzen dem Verfalle des Pfandes und dessen VerĂ€ußerung vorzubeugen. UnterlĂ€sst er die Umsetzung, so hat er nach erwirkter rechtskrĂ€ftiger Amortisation des Pfand- und Vormerkscheines nur Anspruch auf den bei der VerĂ€ußerung des Pfandes allenfalls erzielten Mehrerlös (Überschuss).

Kundmachung

35. Je ein StĂŒck dieser GeschĂ€ftsordnung, einer Tabelle der hĂ€ufig vorkommenden DarlehensbetrĂ€ge in ein bis sechs Monaten, abgestuft nach halben Monaten, und entfallenden GesamtgebĂŒhren, ferner einer plakatartigen Aufstellung ĂŒber die Höhe der Darlehenszinsen und der NebengebĂŒhren sowie eines Anschlages ĂŒber das VerhĂ€ltnis des NormalschĂ€tzwertes zum Darlehen, ist im GeschĂ€ftslokal an einer augenfĂ€lligen und stets frei und leicht zugĂ€ngigen Stelle anzubringen.

36. Einstellung und Ruhen der GewerbeausĂŒbung

APLUS Kredit- und Finanzierungsgesellschaft mbH ist verpflichtet, die Einstellung der GewerbeausĂŒbung oder das Ruhen der GewerbeausĂŒbung durch mehr als zwei Monate der Behörde sechs Wochen vorher anzuzeigen und durch Aushang in den GeschĂ€ftsrĂ€umen sowie einer Verlautbarung in der Wiener Zeitung darauf hinzuweisen. Außerdem mĂŒssen die Pfandnehmer mittels eingeschriebenen Briefs sechs Monate davor vom Ruhen oder der Einstellung des Betriebes verstĂ€ndigt werden. PfĂ€nder werden innerhalb der letzten vier Monate vor der anzuzeigenden Schließung nicht mehr angenommen und/oder prolongiert. Eine Ausfolgung der PfĂ€nder erfolgt bis 3 Monate nach der Einstellung oder dem Ruhen der GewerbeausĂŒbung. Ein Abschluss von PfandvertrĂ€gen nach Beginn des Ruhens oder nach dem Zeitpunkt der Einstellung der GewerbeausĂŒbung ist nicht zulĂ€ssig.

37. ErfĂŒllungsort ist Wien.

 

38. Gerichtsstand FĂŒr Verbraucher im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes gelten die gesetzlichen GerichtsstĂ€nde (insb. § 14 KSchG). DarĂŒber hinaus wird die ausschließliche ZustĂ€ndigkeit des fĂŒr Handelssachen zustĂ€ndigen Gerichtes in Wien vereinbart.

 

 

GEBÜHRENTARIF

  1. AUFBEWAHRUNG VON WERTGEGENSTÄNDEN
  1. AufbewahrungsgebĂŒhr:

fĂŒr WertgegenstĂ€nde pro StĂŒck mit einem Rauminhalt von

  • 0 mÂł bis zu (einschließlich) 0,5 mÂł € 5,90 pro Monat

fĂŒr WertgegenstĂ€nde pro StĂŒck mit einem Rauminhalt von

  • mehr als 0,5 mÂł bis zu (einschließlich) 0,8 mÂł € 7,90 pro Monat

fĂŒr WertgegenstĂ€nde pro StĂŒck mit einem Rauminhalt von

  • mehr als 0,8 mÂł € 9,90 pro Monat

 

Alle GebĂŒhren einschließlich Umsatzsteuer

Die AufbewahrungsgebĂŒhr wird im Nachhinein eingehoben und bis zur Auslösung, Umsetzung (Prolongation) oder Verwertung des Pfandes tageweise berechnet.

 

  1. GEBÜHRENTARIF FÜR DEN VERSATZBETRIEB

Bei der Belehnung und/oder Umsetzung verfallener PfĂ€nder sind folgende GebĂŒhren zu entrichten:

  1. AusfertigungsgebĂŒhr:

fĂŒr ein Darlehen bis € 100,- € 1,90

fĂŒr ein Darlehen von € 100,- bis € 200,- € 2,90

fĂŒr ein Darlehen von € 200.- bis € 300,- € 4,90

fĂŒr ein Darlehen von € 300,- bis € 500,- € 5,90

fĂŒr ein Darlehen von € 500,- bis € 1000,- € 8,90

fĂŒr ein Darlehen ab € 1000,- pro begonnener € 1000,- € 9,90

 

  1. Bei der Auslösung, Umsetzung (Prolongation) oder Verwertung sind zu entrichten:

 

Darlehenszinsen vom Pfanddarlehen: 0,50% pro Halbmonat

1,00% pro Monat

6,00% pro Halbjahr

12,00% pro Jahr

Die Zinsen werden im Nachhinein eingehoben und bis zur Auslösung, Umsetzung (Prolongation) oder Verwertung des Pfandes tageweise berechnet.

Die Umsetzung (Prolongation) eines Pfanddarlehens wird bezĂŒglich der Zinsen- und GebĂŒhrenbemessung wie eine Neubelehnung behandelt.

  1. LagergebĂŒhr fĂŒr ausgelöste, nicht behobene PfĂ€nder:

fĂŒr WertgegenstĂ€nde pro StĂŒck mit einem Rauminhalt von

  • 0 mÂł bis zu (einschließlich) 0,5 mÂł € 5,90 pro Monat

fĂŒr WertgegenstĂ€nde pro StĂŒck mit einem Rauminhalt von

  • mehr als 0,5 mÂł bis zu (einschließlich) 0,8 mÂł € 7,90 pro Monat

fĂŒr WertgegenstĂ€nde pro StĂŒck mit einem Rauminhalt von

  • mehr als 0,8 mÂł € 9,90 pro Monat

Die LagergebĂŒhr wird im Nachhinein eingehoben und tageweise berechnet.

  1. BearbeitungsgebĂŒhr von Verlustanzeigen und ZurĂŒckstellung vom Verkauf:

pro Pfandschein € 5,00

 

  1. VersteigerungsgebĂŒhr fĂŒr verfallene PfĂ€nder:

 

Vom Meistbot 15%

 

  1. GebĂŒhr fĂŒr freihĂ€ndige Verwertung von verfallenen PfĂ€ndern:

 

Vom VerĂ€ußerungswert 15%

 

 

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